Hannover Messe 2010: Ein Stromer in vier Tagen

20. Apr 2010 - Auto-Reporter.NET

Daniel Sperling trimmt einen smart auf E. Foto: Netzwerk ruhrmobil-E/auto-reporter.net
 

Auf der Hannover Messe zeigt Daniel Sperling vom Bochumer Netzwerk ruhrmobil-E aktuell, dass er einen gebrauchten smart binnen vier Tagen zu einem vollwertigen Elektroauto umrüsten kann.

Der Maßnahme fallen zunächst der Verbrennungsmotor und weitere nicht mehr benötigte Teile, wie beispielsweise die Auspuffanlage, zum Opfer. Anschließend werden Türen und Verkleidungsteile der Außenhaut zum großen Teil entfernt und auf Schäden überprüft und lackiert. Nun wird die neue Antriebseinheit integriert und danach die Verkleidung wieder befestigt.

Angetrieben wird das neue E-Auto von einem AC-Induktionsmotor mit 30 kW Leistung. Zusammen mit einem Lithium-Akku mit 18 kW bei 100 Volt Spannung hat der umgebaute smart nach Angaben seiner Umrüster eine Reichweite von etwa 180 Kilometern.

Zusammen mit Martin Behrs hat Daniel Sperling das Verfahren erprobt und einen Standardbausatz entwickelt, der die Umrüstung in weniger als vier Tagen möglich macht. Doch der große Andrang von Interessenten bereits am ersten Tag der Hannover-Messe und die damit verbundene Vorstellung des Konzepts machten dies kaum möglich.

Den Verkauf der Fahrzeuge, deren Preis inklusive des Gebrauchtwagens und des Elektrobausatzes bei etwa 33.000 Euro liegt, übernimmt ein Kooperationspartner. Aber der Umbausatz kann auch einzeln erworben werden. Zu beobachten ist die Umrüstung des smart in der Sonderausstellung „Mobilitec“ am Stand des Bundesverbands Solare Mobilität in Halle 27.

Deutschlands erstes kommunales Netzwerk ruhrmobil-E, durch eine private Initiative geschaffen, beschäftigt sich seit einem Jahr mit der Entwicklung der Elektromobilität. Anfang Februar 2010 wurde ein gemeinnütziger Verein gegründet, der Innovationsideen entwickeln, Arbeitsplätze schaffen und den Umweltschutz fördern will. Dem Netzwerk sind u.a. Autohersteller, KFZ-Betriebe, Hochschulinstitute, Politik, Netzbetreiber, kommunale Unternehmen, Kammern, Dienstleistungsbetriebe, örtliche Behörden und Gewerkschaften angeschlossen. (auto-reporter.net/br)

 
 
 

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