Das blaue Wunder

2008-06-30 08:53:52 - Essen-Trinken

Lavendel sieht nicht nur dekorativ aus, sondern bereichert – sparsam dosiert – auch viele Gerichte. Frische Lavendelblüten geben beispielsweise Konfitüren, Gelees und Fruchtkompott den besonderen Pfiff, wenn man sie in den letzten Kochminuten zugibt. Foto: CMA/News-Reporter.NET
 

Tiefviolette Blüten, einzigartiger Duft – Lavendel steht für Sonne, Sommer und Urlaub in südlichen Ländern. Von Benediktinermönchen einst über die Alpen gebracht, ist die beliebte mediterrane Pflanze längst auch hierzulande aus den Gärten nicht mehr wegzudenken. Für die Wahl des Echten Lavendels zur Heilpflanze des Jahres 2008 war vor allem seine nervenberuhigende Wirkung ausschlaggebend. Weniger bekannt ist, dass Lavendel auch kulinarisch eine gute Figur macht.

Echter Lavendel, botanisch Lavendula angustifolia, im Handel auch als „Lavendel fein“ oder „extra“ bekannt, ist aufgrund seines milderen Geschmacks zur Verwendung in der Küche am besten geeignet, empfiehlt die CMA. Lavendel enthält starke, ätherische Öle, daher sollte man stets sparsam damit umgehen. Für raffiniert würzigen Lavendelzucker einige getrocknete Blüten in ein Glas mit Zucker geben, etwa eine Woche durchziehen lassen und für Kuchen, Kekse oder Desserts wie Pudding oder Schokomousse verwenden. Lavendelblüten, frisch gehackt, sind eine wunderbare Dekoration, bei Süßspeisen wie bei Gebäck.

Doch Lavendel harmoniert auch sehr gut zu pikanten Speisen wie Lammbraten. Appetit auf Ungewöhnliches? Lavendelessig oder Lavendelöl verwandeln jeden Salat in eine extravagante Vorspeise. Berühmt sind die Herbes de Provence, die berühmte Gewürzmischung aus dem Süden Frankreichs, zu der traditionell auch Lavendel gehört.

Prinzipiell bevorzugt Lavendel einen sandigen, kalkhaltigen Boden und einen trockenen, sonnigen Standort. Alternativ lässt sich die Pflanze auch sehr gut in einem größeren Topf auf Balkon oder Terrasse ziehen. Hierbei ist auf wasserdurchlässiges Substrat zu achten. Wer Lavendel für dekorativeTrockensträußchen verwenden will, erntet die Blüten am besten noch im knospigen Zustand. Aufgeblühte Stiele sind weniger haltbar und zerkrümeln nach dem Trocknen leicht. (News-Reporter.NET/SV)

 
 
 

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