Dem Nachwuchs eine Chance geben
2008-07-24 13:56:32 - Sozial-Reporter.Net
Viele junge Menschen finden wegen schlechter oder fehlender Schulabschlüsse nur schwer einen Ausbildungsplatz. Dabei sagen Schulzeugnisse oft nur wenig über praktische Fähigkeiten und handwerkliches Geschick aus. Das Sonderprogramm des Bundes zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ-Programm) bietet diesen die Möglichkeit, in einem sechs- bis zwölfmonatigen betrieblichen Praktikum zu zeigen, was tatsächlich in ihnen steckt. Die Chancen, dadurch einen Ausbildungsplatz zu bekommen, stehen gut – fast drei Viertel der bisherigen Teilnehmer konnten anschließend eine Lehre beginnen.
Das EQJ-Programm wurde 2004 mit dem Ausbildungspakt zwischen der damaligen rot-grünen Bundesregierung und den Spitzenverbänden der Wirtschaft eingeführt. Inzwischen stellt die Wirtschaft jedes Jahr 40.000 Praktikumsplätze für schwer vermittelbare Jugendliche zur Verfügung. Seit Oktober 2007 werden Einstiegsqualifizierungen als gesetzliche Regelleistung gefördert.
Nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erweisen sich die Praktika zusehends als Brücke in eine betriebliche Ausbildung. Seit Einführung des Programms habe sich die Zahl der Jugendlichen, die nach der Qualifizierung eine Ausbildung begonnen hätten, kontinuierlich erhöht – von 61,1 Prozent im ersten auf 74,7 Prozent im dritten Jahr. Besonders erfreulich sei, dass der Migrationshintergrund nicht ausschlaggebend für den Übergang in die Ausbildung gewesen sei und viele Betriebe, die vorher nicht ausgebildet hätten, nach der Einstiegsqualifizierung zum Ausbildungsbetrieb geworden seien.
Das EQJ-Programm richtet sich an Jugendliche bis 25 Jahren und läuft noch bis zum 31. Dezember 2010. Weitere Informationen und Hilfestellung bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen bieten die Berufsberater der örtlichen Agenturen für Arbeit. (News-Reporter.NET/as)




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