Herausforderung Hunger
2008-11-19 10:27:15 - Sozial-Reporter.Net
In 33 Ländern weltweit leiden die Menschen unter dramatischer Hungersnot. Der Welthunger-Index (WHI) 2008, den das Washingtoner Forschungsinstitut für Ernährungspolitik (IFPRI) und die Welthungerhilfe kürzlich vorgestellt haben, zeigt ein erschreckendes Bild unserer Welt.
Insgesamt ist die Zahl der Hungernden weltweit von 848 auf 923 Millionen Menschen gestiegen. Am schlimmsten betroffen sind Afrika südlich der Sahara und Südasien. Die Demokratische Republik Kongo, Eritrea, Burundi, Niger und Sierra Leone schneiden am schlechtesten von insgesamt 88 Ländern ab. Erstmals zeigt der WHI auch eine langfristige Entwicklung durch den Vergleich der aktuellen Werte mit denen von 1990. Das Ergebnis, eine Mischung aus Fortschritt und Rückschritt in verschiedenen Ländern, ergebe auf globaler Ebene Stagnation, erläutert Joachim von Braun, Direktor des IFPRI. Der WHI verdeutliche, dass es durchaus Fortschritte in der Hungerbekämpfung gebe, aber leider nicht auf breiter Front. Die Finanzkrise trage zum Absinken der Agrarpreise bei. Dies bedeute eine kurzfristige Erleichterung für die Armen, Kapital für Agrarinvestitionen und für Ernährungsprogramme werde dadurch jedoch noch knapper, was die nachhaltige Überwindung der Welternährungskrise zu verhindern drohe.
„Fast eine Milliarde Hungernde sind eine Schande für die Menschheit. Im Gegensatz zu den Banken sind sie nicht selbst schuld an ihrer Misere“, erklärt die Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble, zu der von ihrer Organisation herausgegebenen Studie und fordert ein Rettungspaket gegen den Welthunger. Das allgemeine Umdenken über die Rolle des Staates und der internationalen Gemeinschaft, das durch die Finanzkrise eingesetzt habe, dürfe auch die Hungerkrise nicht ausschließen. (News-Reporter.NET/as)





RSS - Alle News
RSS - Bauen-Wohnen
RSS - Energie
RSS - Gesundheit
RSS - Lifestyle
RSS - Travel
RSS - Umwelt
RSS - Verbraucher
RSS - Verkehr
RSS - Wirtschaft
RSS - Soziales






