Schon bei der Hausplanung ans Alter denken
2008-09-10 08:34:36 - Bauen-Wohnen.Net
Bauherren von heute sollten bereits an ihr Alter denken und vorausschauend barrierefrei planen. Das rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Denn in der Planungsphase können viele Details bedacht werden, um das Haus ohne größeren bautechnischen oder finanziellen Aufwand für eventuelle alters- oder unfallbedingte Behinderungen vorzubereiten. Der Einsatz lohnt sich, denn wer sein eigenes Haus auch in diesen Fällen weiter bewohnen kann, wahrt seine Unabhängigkeit.
Kluge Bauherren vermeiden Schwellen und Treppenstufen unmittelbar an der Haustür. Sie sind lästig im Alltag und bilden für Alte, Geh- und Sehbehinderte gefährliche und für Rollstuhlfahrer kaum zu überwindende Hindernisse. Viel Platz vor und hinter der Haustür bewährt sich im Alltag junger Familien mit Kinderwagen ebenso wie für Rollstuhlfahrer, die eine Bewegungsfläche von 1,50 Meter auf 1,50 Meter zum Rangieren benötigen. Dieser Platz sollte grundsätzlich vor allen Türen, an allen Treppenantritten, im Flur, im Bad, in der Küche und in der Gästetoilette eingeplant werden. Wichtig sind auch die Türen: Ein lichtes Durchgangsmaß von 90 Zentimetern sollte im Neubau selbstverständlich sein und reicht auch für Rollstuhlfahrer aus.
Fast alle Eingänge moderner Einfamilienhäuser liegen heute über dem Gartenniveau. Ein bis zwei Stufen muss überwinden, wer ins Haus will. Dies ist zwar bautechnisch sinnvoll, um die Gebäudefuge am Sockel über das Gelände zu heben und damit vor Staunässe zu schützen, für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte aber eine Hürde, deren nachträgliche Beseitigung teuer ist. Besser, der Bauherr plant beizeiten Alternativen ein: Beim Einfamilienhaus kann zum Beispiel direkt an der Haustür eine abgedeckte Bodenablaufrinne vorgesehen werden, die verhindert, dass Wasser ins Haus gelangt.
Diese und weitere Planungsgrundlagen hat der VPB in seiner Broschüre „Vorbauen: Barrierefrei“ zusammengestellt. Der Bauherren-Leitfaden mit zahlreichen Erklärungen, Skizzen und Checklisten für alle Räume im Haus kostet fünf Euro Schutzgebühr und kann über das Internet unter www.vpb.de bestellt werden. (News-Reporter.NET/as)






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