Klare Sicht zum Schulstart
2008-09-03 13:22:48 - Gesundheits-Reporter.Net
Rund 85 Prozent aller Sinneseindrücke nehmen Menschen über die Augen auf. Das ist bei Kindern nicht anders als bei Erwachsenen. Für die Sprösslinge aber ist optimales Sehen beinahe noch wichtiger als für ihre Eltern: Die Kleinen sind beim Lernen auf alle ihre Sinne angewiesen, sonst sind sie in der Schule schnell überfordert und bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Wer schlecht sieht, hat beim Lesen Probleme. Ein Kind mit schlechten Augen muss sich mehr anstrengen, wird schneller müde und unkonzentriert – und kann weniger lernen.
Fachleute gehen davon aus, dass 18 Prozent der Kinder im Vorschulalter schlecht sehen, aber nur gut zehn Prozent hatten bereits eine augenärztliche Untersuchung absolviert. „Ich appelliere an die Eltern, die Augen ihrer Kinder zum Schulbeginn untersuchen zu lassen, um Folgeprobleme zu vermeiden“, so Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen. Die Einschulung mit Brille – oder kurz danach – hat einen weiteren wichtigen Vorteil: Wenn alles neu ist, nehmen die Klassenkameraden die Brille ihres Schulfreundes als ganz normalen Teil von ihm wahr. Bekommt das Kind dagegen erst später im Schuljahr eine Brille, fesselt diese Neuerung im Gesicht zumindest eine kurze Zeit lang die Aufmerksamkeit der Kameraden. Übrigens: Eltern müssen heute nicht mehr befürchten, dass ihr Nachwuchs von Mitschülern wegen der Brille gehänselt wird. Studien haben ergeben, dass die Brille keinen Einfluss auf die Wahl von Spielkameraden hat. (News-Reporter.NET/JM)




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