Gute Idee? Unerwünscht!
24. Aug 2009 - Sozial-Reporter.Net
Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern können betriebliche Arbeitsabläufe optimieren und für Unternehmen Kostenersparnisse bringen, daher sind sie im Management hochwillkommen. Das sollte man zumindest annehmen. Die Realität in deutschen Unternehmen sieht jedoch anders aus. Das ergab eine aktuelle Online-Umfrage des Karriereportals Monster. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer gab zwar an, dass in ihren Firmen generell die Möglichkeit bestehe, Verbesserungsvorschläge zu äußern; diese würden von den Chefs jedoch kaum in die Praxis umgesetzt. Kaum vorstellbar, aber wahr: 19 Prozent der Befragten machen ihren Chefs keine Verbesserungsvorschläge, da diese grundsätzlich unerwünscht sind. Nur bei knapp einem Drittel der befragten deutschen Arbeitnehmer finden die Anregungen jederzeit Beachtung und werden auch tatsächlich umgesetzt.
Dass Unternehmen so wenig auf Verbesserungsvorschläge ihrer Mitarbeiter setzen, ist gerade in Krisenzeiten unverständlich, so Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. Die Mitarbeiter sehen oft als Erste, wo es im Betrieb hakt und wo Verbesserungen angebracht und möglich wären. Hier besteht ein sehr großes, aber offensichtlich nur unzureichend genutztes Potenzial zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Ein weiterer Vorteil: Finden die Vorschläge der Angestellten Beachtung, wirkt sich das auch positiv auf die Leistung und Motivation der Mitarbeiter sowie das Betriebsklima aus. (News-Reporter.NET/SV)







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