Blinkmuffeln zum Trotz: Blinken ist keine Spielerei

2. Feb 2010 - Auto-Reporter.NET

Blinken ist kein Luxus. Foto: auto-reporter.net
 

Einer Untersuchung des ADAC zufolge setzen lediglich zwei von drei Autofahrern den Blinker, wenn sie die Richtung ändern, die Spur wechseln oder aus einer Parklücke ausfahren. Das ist nicht nur für den Blinkmuffel selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer eine große Gefahr. Rechtzeitiges Blinken ist keine Spielerei. Dadurch lassen sich Verkehrsabläufe besser einschätzen, Unfälle können vermieden werden.

Es gibt verschiedene Gründe für die hohe Zahl der Blinkmuffel. Einigen ist das Betätigen des Richtungsanzeigers einfach nur lästig, andere sind sich der Gefahr nicht bewusst. „Manche Fahrer finden einen kleinen Regelbruch cool und entwickeln eine gewisse Allmachtsphantasie“, erklärt ADAC-Verkehrspsychologe Ulrich Chiellino. Zudem bleibt unterlassenes Blinken oft unentdeckt und ohne Strafen. „Das ist fatal, denn dadurch wird fehlerhaftes Verhalten generalisiert und nicht mehr als Regelverstoß wahrgenommen“, so Chiellino.

In der Straßenverkehrsordnung ist es eindeutig geregelt, wann zu blinken ist: Beim Wechsel der Fahrspur, beim Überholen und wieder Einordnen, beim Vorbeifahren an einem Hindernis und natürlich bei jeder Richtungsänderung – und damit auch, wenn man einer abbiegenden Hauptstraße folgt. Im Kreisverkehr ist das Blinken beim Einfahren nicht zulässig, beim Ausfahren jedoch Pflicht. (auto-reporter.net/sr)

 
 
 

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