Wechsel! Damit der Innenraumfilter nicht zur Schmutzleuder wird

5. Mar 2010 - Auto-Reporter.NET

Empfohlen wird, den Innenraumfilter alle 15.000 Kilometer, mindestens aber einmal im Jahr zu wechseln. Mit Schadstoffen überladene Filter funktionieren nicht mehr und geben ausgefilterten Schmutz wieder in den Luftstrom ab. Foto: Bosch/auto-reporter.net
 

Heutzutage ist fast jedes Auto mit einem Innenraumfilter ausgerüstet, der Schadstoffe aus der angesaugten Luft wirksam herausfiltert. So verfügen beispielsweise alle Pkws mit Klimaanlage immer auch über einen Innenraumfilter. Doch diese Filter sind nur begrenzte Zeit wirksam. Wenn sie mit Schadstoffen überladen sind, können sie ihre Filterfunktion nicht mehr erfüllen. Im Gegenteil: Der im Filter angesammelte Schmutz wird wieder in den Luftstrom abgegeben – zudem bilden die Schadstoffe einen Nährboden für Schimmel und Bakterien.

Damit Innenraumfilter nicht zur Schmutzschleuder mutieren, empfiehlt Bosch, ihn alle 15.000 Kilometer oder mindestens einmal jährlich in der Werkstatt wechseln zu lassen. Der optimale Zeitpunkt ist nach Bosch-Erfahrungen der Beginn des Frühjahrs, da zum einen der Filter im Herbst und Winter durch Feuchtigkeit besonders stark belastet und andererseits die Filterwirkung mit Beginn der Pollenflugsaison besonders gefragt ist. Selbst lungengängige Partikel mit einem Durchmesser unter 0,0025 Millimetern werden von Innenraumfiltern zurückgehalten. Bei vielen Fahrzeugen kann zudem der herkömmliche Filter ohne Mehraufwand durch einen leistungsfähigeren Aktivkohlefilter ersetzt werden, der imstande ist, auch gesundheitsschädliche und übelriechende Gase nahezu vollständig auszufiltern.

Die vor dem Fahrzeug angesaugte Luft enthält Abgase vorausfahrender Fahrzeuge, Feinstaub und Dieselruß, aber auch Pollen und Bakterien, Ozon und Stickoxide. Besonders im Innenstadtverkehr ist die Konzentration dieser gesundheitsschädlichen Schadstoffe im Fahrzeug oft sehr viel höher als am Fahrbahnrand. Eine so hohe Schadstoffkonzentration belastet vor allem mitfahrende Kinder.

Und noch ein weiteres Argument spricht für einen gut funktionierenden Innenraumfilter: Er hält Pollen wirkungsvoll zurück und beschert somit Autofahrern, die unter einer Pollenallergie leiden und damit unter tränenden Augen und Niesattacken, einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn. Denn werden beim Niesen reflexartig die Augen geschlossen, legt das Fahrzeug bei Tempo 80 eine Strecke von 25 Metern zurück. Im dichten Straßenverkehr ist das ein gefährlicher Blindflug. (auto-reporter.net/sr)

 
 
 

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