Erst jetzt arbeiten Steuerzahler fürs eigene Portemonnaie

10. Jul 2012 - News-Reporter.NET

Mehr als die Häfte eines erarbeiteten Euro wandert an Fiskus oder Sozialkassen. Foto: BdSt/Auto-Reporter.NET
 

Was hatte der gestrige Montag, was andere Montage nicht haben? – Er ist der erste Tag einer neuen Arbeitswoche, ab der Deutschlands Steuerzahler rein rechnerisch in ihr eigenes Portemonnaie arbeiten. Der eigentliche Steuerzahlergedenktag war am 8. Juli 2012 um 5:20 Uhr, wie der Bund der Steuerzahler in Erinnerung ruft. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir Steuerzahler im Prinzip für Fiskus und soziale Sicherungssysteme gearbeitet.

Fast 52 Prozent jedes erarbeiteten Euro sind perdu. Für den neuen Präsidenten des Bundes der Steuerzahler Reiner Holznagel ist diese Bilanz Veranlassung, schnelle Fortschritte beim Abbau der kalten Progression zu fordern. Deutsche Steuer- und Beitragszahler seien mit einer volkswirtschaftlichen Einkommensbelastungsquote von fast 52 Prozent überdurchschnittlich hoch belastet. Nach Ansicht Holznagels „pures Gift für die deutsche Binnenkonjunktur“. Sie verschärfe das derzeitige Abflauen der Konjunktur.

„Die Regierungskoalition hat ein Gesetz verabschiedet, mit dem die kalte Progression in mehreren Stufen abgebaut werden kann und das eine steuerliche Entlastung von mindestens 6,1 Milliarden Euro bringen soll“, sagt Holznagel. Es sei an der Zeit, dass die Politik endlich die versprochenen Reformen umsetzt. Gerade der Abbau der kalten Progression würde dazu beitragen, dass von inflationsbedingten Lohn- und Einkommensverbesserungen nicht nur der Fiskus profitiere. Den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat ruft der Steuerzahler-Bund auf, endlich eine zufriedenstellende Lösung im Sinne der Steuerzahler zu finden, um weitere heimliche Steuererhöhungen zu vermeiden. (News-Reporter.NET/arie)

 
 
 

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