Urlaubsbekanntschaft mit streunenden Katzen und Hunden meiden

6. Jul 2010 - Auto-Reporter.NET

Typischen Annäherungsversuchen der Vierbeiner sollte man widerstehen. Foto: auto-reporter.net
 

Jedes Jahr stecken sich viele Touristen, allen voran Kinder, im Urlaub beim Streicheln von streunenden Katzen und Hunden mit einem aggressiven Pilz an. Diese Pilze kommen besonders häufig in Südeuropa vor. Ein weit verbreiteter Erreger ist Microsporum canis. Schon einmaliger Hautkontakt kann zur Ansteckung führen. Daher warnt der ADAC dringend davor, freilaufende Tiere zu streicheln.

Die Infektion verursacht juckende und rot entzündete Hautpartien vornehmlich an Armen und Händen, die sich schuppen können. Auch auf der Kopfhaut sind Entzündungen und kreisrunder Haarausfall möglich. Die Inkubationszeit beträgt wenige Tage bis mehrere Wochen. Nach Auftreten der ersten Symptome, oftmals erst nach dem Urlaub, sollte man schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, so der Automobilklub. Die Behandlung ist langwierig und dauert je nach verwendetem Antipilzmittel vier bis acht Wochen. Zudem können die Pilzsporen auch auf das eigene Haustier übergehen. Bei Befall sollte dieses ebenfalls sofort behandelt werden.

Streunende Tiere sind außerdem nicht nur Überträger von Pilzen, sondern auch von Bakterien, Viren und Parasiten. Von Reisenden wird gerade die Übertragung von Tollwut oftmals unterschätzt, da diese potenziell tödliche Erkrankung hierzulande nahezu vollständig ausgerottet wurde. In vielen Urlaubsländern sieht das dagegen ganz anders aus.

Unter www.adac.de/reisemedizin können sich Mitglieder des Automobilklubs vor Reiseantritt umfassend über Impfempfehlungen oder auch Krankheitsausbrüche in Reiseländern informieren. (auto-reporter.net/sr)

 
 
 

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