Bauwirtschaft im Aufwind

1. Dec 2009 - Wirtschafts-Reporter.NET

Die dunklen Wolken verziehen sich. In der Bauwirtschaft geht es wieder aufwärts. Foto: News-Reporter.NET
 

Die Konjunkturprogramme der Bundesregierung wirken. In der Bauwirtschaft geht es wieder aufwärts. Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin. Demnach wird die deutsche Bauwirtschaft im nächsten Jahr um mehr als zwei Prozent wachsen und Impulse für die Gesamtwirtschaft geben. Die Preise bleiben vorerst stabil.

Die Rezession hat aufgrund der nachlassenden Investitionsbereitschaft vor allem im Wirtschaftsbau deutliche Spuren hinterlassen. Er wird in diesem Jahr um fünf Prozent schrumpfen und sich im nächsten Jahr stabilisieren, schätzen die DIW-Experten.

Der Wohnungsbau zeigte sich dagegen dank des stabilen Arbeitsmarktes, stabiler Reallöhne und spezieller Förderprogramme krisenfester, wenn auch auf niedrigem Niveau. Mittlerweile entfallen fast 80 Prozent auf Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die bereits durch das erste Konjunkturpaket gestützt wurden: So könnte zum Beispiel durch die Aufstockung der Mittel aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm in den nächsten drei Jahren jeweils eine zusätzliche Nachfrage bis zu gut einer Milliarde Euro entstehen. Bis zu neun Milliarden Euro könnte zudem die Erhöhung des absetzbaren Höchstbetrags für haushaltsnahe Handwerksleistungen bringen.

Während die Wirkungen des ersten Konjunkturpakets eher gering waren, spielt das zweite Konjunkturpaket die maßgebliche Rolle bei den öffentlichen Bauvorhaben. Zwar dürfte ein Teil der veranschlagten Ausgaben – anders als vorgesehen – erst 2011 wirksam werden. Auch zusätzliche Investitionen werden bei der gegenwärtigen Kassenlage der Kommunen wohl nicht vollständig umgesetzt werden können. Dennoch ist die Größenordnung des Programms beträchtlich. 2009 dürften dadurch zusätzlich vier Milliarden Euro, 2010 acht Milliarden Euro verausgabt werden. Insgesamt wird der öffentliche Bau in diesem Jahr um rund 13 Prozent und im nächsten Jahr um gut neun Prozent wachsen. (News-Reporter.NET/as)

 
 
 

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