Mongol Rallye 2010: Mit "Monika" nach Ulan Bator
22. Jul 2010 - Auto-Reporter.NET
Zwei Hamburger Brüder sind das einzige deutsche Team der ungewöhnlichen 15.000-Kilometer-Rallye, bei der es nicht um Tempo geht, sondern um Abenteuer und um Hilfsprojekte für die Menschen in der Mongolei. Am 24. Juli fällt im südenglischen Goodwood (Sussex) der Startschuss zur diesjährigen Mongol Rallye, bei der sich 500 Teams aus aller Welt auf den Weg in die mongolische Hauptstadt Ulan Bator machen. Ohne GPS oder Navigationssystem, ohne organisatorische Unterstützung und mit Autos, die höchstens 1,2 Liter Hubraum haben dürfen und in der Regel nicht für die Durchquerung kasachischer Wüsten konzipiert wurden.
Abenteuer sind programmiert. Und genau das reizt die Tour-Teilnehmer, zu denen auch die beiden Hamburger Brüder gehören: Der IT-Spezialist Daniel (32) und der Wirtschaftsingenieur Sebastian (31) bilden das einzige deutsche Team und starten in einem roten Kia Rio, Baujahr 2002. Am 25. Juli legt das Rio-Team in der Zeit von 12 bis 14 Uhr am Schokoladenmuseum am Rheinauhafen in Köln einen Deutschland-Stopp ein.
Was hat die Wahl des Autos bestimmt, mit dem sich die Brüder auf den Weg machen? – Es habe ein Fahrzeug sein müssen, dass dem Reglement entspricht und sich für diese Tour eignet, sagt Daniel Kaerger, der froh ist, mit dem Rio „ein zuverlässiges und erschwingliches Rallye-Fahrzeug gefunden zu haben“. Ihren neuen Begleiter haben die Kaerger-Brüder „Marion“ getauft.
Die begeisterten Rallyefahrer bereiten sich seit Monaten auf das Fernost-Abenteuer vor. Dazu gehört auch das Spendensammeln: Jedes Team der Mongol Rallye muss mindestens 1.000 britische Pfund für wohltätige Zwecke aufbringen. Der aktuelle Spendenstand des deutschen Duos lässt sich auf der Website www.mongolrally2010.de ablesen und per Online-Spende natürlich jederzeit erhöhen. Das eingezahlte Geld geht direkt an die Hilfsorganisation Mercy Corps, die mongolische Schulen, Kindergärten und Familien unterstützt. Die Mongolei ist viermal so groß wie Deutschland, zählt aber nur drei Millionen Einwohner. Das Leben in dem strukturschwachen Land wird zudem durch extreme Klimabedingungen erschwert.
Jedes Team der Mongol Rallye kann seine Reiseroute frei wählen. Die einzige feste Station auf der Tour ist in der Nähe von Prag, denn hier stoßen die in London gestarteten Teams auf die übrigen Teilnehmer, die in Spanien und Italien gestartet sind. Danach trennen sich die Wege. Manche fahren über Moskau, andere über Kiew oder Istanbul. Für die „Südroute“ über die Türkei, den Iran und Usbekistan hat sich das deutsche Team entschieden. Damit führt die Rallye die Hamburger durch insgesamt 16 Länder: England, Frankreich, Belgien, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan, Russland und die Mongolei. Für die 15.000 Kilometer planen die Deutschen etwa 60 Tage ein.
Dass es bei dieser Fahrt um Abenteuer und nicht um Schnelligkeit geht, dafür spricht bereits der Name „The Adventurists“, den sich die Veranstalter der Rallye gaben. Wettrennen auf Schnellstraßen sind illegal, und eine Anerkennung für das erste in Ulan Bator eintreffende Team gibt es auch nicht. Allein Ankommen zählt.
Das Konzept der Mongol Rallye ist so unkonventionell wie erfolgreich. 2004, im ersten Jahr der Veranstaltung, nahmen ganze sechs Teams Teil, von denen vier ankamen. 2005 waren es bereits 43 Starter, 2006 schon 167 Teams, und 2007 wurde die Teilnehmerzahl auf 200 limitiert; mit der Folge, dass die ersten 100 Plätze innerhalb von 22 Sekunden vergeben waren. Die restlichen 100 wurden dann der Fairness halber verlost. (auto-reporter.net/arie)






RSS - Alle News
RSS - Bauen-Wohnen
RSS - Energie
RSS - Gesundheit
RSS - Lifestyle
RSS - Travel
RSS - Umwelt
RSS - Verbraucher
RSS - Verkehr
RSS - Wirtschaft
RSS - Soziales





